Foto: threatin.com

Erfundene Karriere

Konzert vor drei Menschen

Mit erfundenem Management-, Booking- und Plattenfirmen erschwindelte sich der US-amerikanische Musiker bis auf die grosse Bühne.

So eine Geschichte haben wir noch nie gehört! Der bis anhin unbekannte US-amerikanische Musiker Jered Threatin erstellte ein ausgeklügeltes Lügennetzwerk. Um mit seiner «Band» auf Tour gehen zu können, erfand er schneller Hand ein paar nicht existierenden Awards, einen falschen Lebenslauf und machte falsche Angaben bei den Ticketverkäufen. 

Foto: threatin.com

Mit einem Flyer warb Threatin für seine Europatour und sein Plan ging sogar auf - fürs Erste. Am 1. November spielte der Musiker in London vor ganzen drei Zuschauern. Der Londoner Club «The Underworld» fand das ganze weniger lustig. Der zweite Auftritt in Newcastle (GB) ging auch nicht viel besser über die Bühne. Nur gerade diejenigen, die auf der Gästeliste standen, sind auch erschienen, nicht mehr und nicht weniger. Das dritte Konzert, welches in Schottland stattgefunden hätte, hat Threatin persönlich abgeblasen und auch seine weitere Tourdaten auf Eis gelegt.

Threatin hatte für die Tour eine Band via Facebook-Nachricht kontaktiert. Auch sie wussten nichts vom ganzen Schwindel. Der Gitarrist Joe Prunera wurde vor den Kopf gestossen. Sie dachten, sie würden vor 1000 bis 1500 Menschen spielen.

Berühmt ist Threatin jetzt auf jeden Fall. Ob er aber jemals wieder auf der Bühne spielen wird, ist zu bezweifeln.

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