Titelbild Only Fans
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Social Media

«OnlyFans» - was hat es damit auf sich?

Wir haben mittlerweile bestimmt schon alle davon gehört - von der neuen, absolut overhypten Social Media-Plattform «OnlyFans». Sie ist gerade das Ding bei allen Influencern, Stars und Sternchen.

Auch die Ex-Bachelor-Kandidatin Bellydah postet auf «Only Fans» ihren Content und verdient einen Teil ihres Geldes mit ihrem Account auf der Plattform. Wir haben sie zum Interview getroffen und sie hat uns kurz und bündig alles wichtige zur Plattform verraten:

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Quelle: Virgin Radio Switzerland

Was ist «OnlyFans»?

Zu Beginn wollen wir eines klar stellen: OnlyFans ist eine britische Plattform, welche ursprünglich erstellt wurde, um Pornodarsteller/innen eine eigene Plattform für ihre Arbeit zu geben. OnlyFans hatte ursprünglich das Ziel, den PornodarstellerInnen einen Weg zu bieten, ihr Geld zu verdienen ohne Abgaben an Drittpersonen (in diesem Fall grosse Porno-Konzerne) leisten zu müssen. Kurzgesagt: Auf der Plattform OnlyFans wird grösstenteils Content für Erwachsene angeboten. Auf der Plattform können sich nur volljährige Personen registrieren (die Kontrolle wird sehr ernst genommen).

Wie funktioniert OnlyFans?

Das Prinzip von OnlyFans ist folgendes: Man kann sich als Creator oder einfach als «Zuschauer» registrieren. Creators posten dann auf ihrem Account Content, in dem sie sich selbst inszenieren, oft knapp bekleidet oder ganz nackt. Was ist nun der Unterschied zu Instagram? Offensichtlich die Möglichkeit, viel nackte Haut zu zeigen. Der andere Unterschied: OnlyFans ist nicht kostenlos. Als Follower musst du den vom Creator festgelegten Preis für eine monatliche «Subscription» bezahlen. Der Preis für ein monatliches Abo kann von $4.99 bis zu $49.99 schwanken. Zusätzlich kann man sich auch per privat message bei den Creators melden, um z.B personalisierte Videos zu erhalten. Für diese zahlt man dann separat. Es gibt auch noch ein Geschenk-Feature. Dort kann man den Creators einfach nach Lust und Laune Geld schicken. So weit so gut, bis dann die Influencer auftauchten.

OnlyFans - der neue Trend

Irgendwie kam es in der Corona-Zeit, in der alle zwangsläufig zu Hause bleiben mussten dazu, dass sich das Erstellen eines OnlyFans-Accounts immer mehr zum Trend entwickelte. Die Influencer von Instagram und TikTok erkannten, dass sich viel Geld auf diesem neuen Kanal machen lässt und das verlorene Geld wegen abgesagten Werbekampagnen so wieder reinzuholen ist.

In kürzester Zeit meldeten sich tausende von Influencern auf OnlyFans an und starteten ihr Business. Sie promoten ihren neuen Account bei OnlyFans immer noch wie verrückt auf anderen Plattformen wie Instagram oder TikTok. Dabei geht ganz vergessen, um was es bei OnlyFans überhaupt geht: Pornos. Und viele der Influencer haben viele junge Follower, die sich vielleicht trotz der ausführlichen Alterskontrolle ein Konto einrichten können.

Dieser Hype trägt aber dazu bei, dass die PornodarstellerInnen jetzt viel weniger verdienen als vor dem Boom. Weil das Angebot an Content momentan so riesig ist, muss fast jeder Creator seine Preise herabsetzen, damit sein Account weiterhin attraktiv bleibt.

Schön und gut, aber...

Natürlich kann man durch OnlyFans an das grosse Geld kommen und es wird auch von vielen Erfolg-Stories berichtet. Man sollte aber trotzdem bedenken, dass es nicht einfach geschenktes Geld ist. Die Ex-Bachelor-Kandidatin Bellydah rät im Interview mit uns, dass man nichts versenden sollte, was nicht an die Öffentlichkeit soll. Auch wenn OnlyFans eine Anti-Screenshot-Funktion hat, gibt es immer irgendeinen Weg Fotos oder Videos abzuspeichern. Ausserdem musst du bedenken, dass man sein verdientes Geld erst ausbezahlt bekommt, wenn man einen gewissen Betrag erreicht. Und: Bei jedem «Lohn» zahlst du dann 20% des Betrags an OnlyFans!

Auch Stars haben einen OnlyFans-Account

Momentan ist der Hype so gross, dass wirklich fast jeder ein Konto bei OnlyFans besitzt. Auch Stars haben die Plattform für sich entdeckt und lassen sich für ihren Content bezahlen. Zum Beispiel Bella Thorne oder Cardi B.

Quelle: Virgin Radio Switzerland